Vom Knicktrauma bis zur Durchblutungsstörung

Achillodynie Teil 02: Ursachen können äußerlich und innerlich sein

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Liebe Leserinnen und Leser,

in der letzten Ausgabe meines Blogs habe ich Ihnen die stärkste Sehne des Menschen vorgestellt, die nicht von ungefähr nach einem Halbgott benannt ist. Aber auch Halbgötter haben Schwachstellen …

Was sind die Ursachen von Achillessehnenschmerzen? Es wird zwischen inneren (endogenen) und äußeren (exogenen) Faktoren unterschieden.

Auslösende innere Faktoren sind:

  1. eine verminderte Durchblutung v. a. im Bereich drei bis sieben Zentimeter oberhalb vom Sehnenansatz (Fersenbein)
  2. gestörte Biomechanik der unteren Extremität. Das kann ein Ungleichgewicht in den Hüft-, Knie-, oder Fußgelenken sein. Dieses Ungleichgewicht betrifft nicht nur Gelenksstellungen, sondern auch Dysbalancen in den Weichteilen (Muskeln, Faszien)
  3. Menschen nach Umknicktraumata im Fußbereich neigen gerne zu Achillessehnen Problemen. Die Gründe sind oftmals in Einschränkungen im unteren und/oder oberen Sprunggelenk, bzw. auch Instabilitäten im oberen Sprunggelenk zu suchen.

Auslösende äußere Faktoren sind:

  1. Schuhwerk
  2. Bodenbeschaffenheit

Zunächst wird zwischen akuten und chronischen Achillessehnenbeschwerden unterschieden. Des Weiteren sind die Lokalisationen (Ort) der Schmerzen zu unterscheiden. Akute Sehnenverletzungen können Teilrisse oder vollständige Risse der Achillessehne sein. Chronische Vorschäden, die man nicht unbedingt wahrnehmen muss, können einen Risikofaktor für zukünftige Achillessehnenschmerzen (Läsionen) darstellen.

Akute Achillessehnenbeschwerden können wie folgt lokalisiert sein:

  • Am Übergang der Wadenmuskulatur zur Achillessehne, In der medizinischen Fachsprache spricht der Spezialist von einem „Tennisleg“
  • Von einem Riss oder Teilriss der Achillessehn im mittleren Teil der Achillessehne
  • Von einem Riss oder Teilriss der Achillessehne am Ansatz der Ferse

Chronische Achillessehnenbeschwerden, können wie folgt lokalisiert sein:

  • Am Übergang der Wadenmuskulatur zur Achillessehne (man spricht von Tendomyogelosen)
  • Im mittleren Teil der Achillessehne (man spricht von einer Achillodynie)
  • Am Ansatz im Bereich des Fersenbeins (Insertionstendopathie)
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In welche Stadien kann eine Achillodynie eingeteilt werden?

Stadium 1: Hier treten Schmerzen nach Belastung auf.

Stadium 2: Schmerzen zu Beginn und nach dem Ende der Belastung.

Stadium 3: Schmerzen zu Beginn, während und nach dem Ende der Belastung.

Stadium 4: Konstanter Schmerz und Leistungsminderung.

Stadium 5: In diesem Stadium spricht man von einem Teilriss (Teilruptur). Hier hat der Betroffene Schmerzen zu Beginn, während und nach der Belastung. Die Leistung ist deutlich reduziert. Man findet eine lokal begrenzte Schwellung vor. In diesem Stadium bestätigen positive Widerstands- und Dehnungstests die Diagnose. Im Ultraschall kann man die strukturellen Veränderungen im Bereich der Achillessehne nachweisen.

Stadium 6: In diesem Stadium spricht man von einem vollständigen Riss (Totalruptur). Hier sind akute oder auch keine Schmerzen möglich. Oftmals hört man bei einer Ruptur ein Geräusch (wie bei einem Peitschenschlag). Ein Zehenstand ist nicht mehr möglich. Es ist in diesen Fällen oftmals eine diffuse Schwellung oder ein „Gap“ (Delle) sichtbar. Hier zeigt auch ein Thompson- oder Simmondstest positive Diagnosen.

Nächste Woche geht es um Therapieansätze für Achillodynien.

Bleiben Sie gesund und neugierig!

Ihr Hubert Brüderlein

Grafikquelle: https://de.123rf.com/ © spukkato; © blueringmedia

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