SPÜRbares: Welche Faktoren bringen nachhaltigen Therapieerfolg?

Warum Sie den Unterschied zwischen Chronos und Kairos kennen sollten

© Hubert Brüderlein

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Die griechische Mythologie unterscheidet die Zeitqualität in Chronos und Kairos. Chronos steht für den ständigen Fluss an Aufgaben und Arbeit (Hamsterrad). Der Chronostyp kümmert sich um jeden Kleinkram und hat immer einen vollen Terminkalender, nach dem Motto: Ich bin wichtig und werde gebraucht.

Kairos hingegen steht für das Prinzip des passenden Zeitpunktes, sozusagen für die Gunst der Stunde. Heute nennen wir die Fähigkeit, den passenden Zeitpunkt zu nutzen, „Timing“. Wie nützen wir dieses Wissen in der täglichen Therapie/Prävention?

Nach dreißig Jahren Berufserfahrung stelle ich (fast) täglich immer wieder fest, dass Menschen den großen Vorteil verschenken, Mikropausen zum richtigen Zeitpunkt durchzuführen. Es ist nicht nur wichtig, die richtigen Übungen durchzuführen, sondern auch zum richtigen Zeitpunkt (Kairos). Das ist der Erfolgsturbo.

Was genau ich damit meine, ist erstes Monatsthema meines Blogs SPÜRbares:

Das SchmerzfreiGeheimnis: Mikropausen

Das beste Mittel gegen unsere ständigen monotonen Arbeitshaltungen sind Mikropausen. Was bedeutet das? Der einseitig belastete Mensch sollte spätestens nach 30 bis 40 Minuten für 30 bis 60 Sekunden eine Bewegungspause einlegen.

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„Wenn ich alle 30 Minuten eine Pause (auch eine sehr kleine) einlegen soll, leidet dann nicht meine Konzentration und damit die Arbeitsqualität?“ Diese Frage bekomme ich häufig bei meinen Vorträgen über Rückengesundheit zu hören. Ich kann alle Zweifler der Pausenkultur beruhigen: Das Gegenteil ist der Fall!

Aus der Hirnforschung ist bekannt, dass die höchste Konzentrationsphase 20 Minuten dauert. Dann nimmt die weitere Konzentration bis 40 Minuten stetig ab. Nach der 40. Minute sinkt die Gedächtnisleistung rapide. Die Fähigkeit zu konzentrierter Arbeit kann sehr schnell wiedererlangt werden, wenn die aktuelle Arbeit kurzfristig unterbrochen wird.

Bewegung steigert die Gehirnleistung

Am besten funktioniert das durch kurze körperliche Aktivität (z. B. gehen). Das Gehirn braucht viel Sauerstoff. Deshalb ist die geistige Leistungsfähigkeit beim Gehen um 20 Prozent höher als im Sitzen. Viele Menschen telefonieren zum Beispiel gerne, während sie gehen, und beweisen damit unbewusst, dass Bewegung die Gehirnleistung steigert.

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Mit den Bewegungspausen schlägt man aber zwei Fliegen mit einer Klappe: Ein Großteil klassischer Rückenbeschwerden ist der permanenten Fehlhaltung z. B. im Arbeitsalltag geschuldet. Diese Fehlhaltung führt zu einer muskulär-faszialen Fehlprogrammierung und zu Alarm- bzw. Überlastungsschmerzen. Vorbeugen kann man dieser Fehlprogrammierung im Alltag mit kleinen Bewegungspausen, die dem Körper wichtige Abwechslung bringen. Aufstehen, Strecken, Gehen, aber auch schon die regelmäßige Änderung der Sitzhaltung können hier helfen. Und richtig effektiv wird das Mikropausenprogramm, wenn man regelmäßig Liebscher & Bracht® Übungen einbaut.

Mein Fazit: Regelmäßige Bewegungspausen (Mikropausen) haben sowohl für den Körper (Rücken) wie auch für den Geist erhebliche Vorteile.

Lesen Sie nächste Woche, wie sie sich mit wenig Aufwand zum richtigen Zeitpunkt vor dem berüchtigten Hexenschuss schützen können.

Ihr Hubert Brüderlein

Grafikquelle: © Hubert Brüderlein

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