Du fühlst, was du isst

Unsere tägliche Nahrung bestimmt unsere Stimmungen

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Der Fall des Phineas Gage hat uns in den letzten beiden Blogbeiträgen gezeigt, dass sichGefühl und Verstand nicht trennen lassen und eine gemeinsame anatomische Basis haben. DieStimmung bzw. Gefühlslage kann aber nicht nur durch mechanische Auswirkungen auf das Gehirnbeeinflusst werden. Medikamente, Drogen, Bewegung, Sport, Tabak oder Alkohol beeinflussen direktdie persönliche Gefühlslage, genauso übrigens wie normale Bestandteile der Nahrung.

Durch die in der Nahrung enthaltenen Stoffe werden bestimmte Areale im Gehirn undim Bauch beeinflusst. Je nach Art und Umfang der ausgeschütteten Substanzen könnenZustände von Euphorie, Depression oder andere Gefühlszustände produziertwerden.

Viele Nahrungsbestandteile haben eine psychoaktive Wirkung. Wenn Omega-3- Fettsäuren fehlen, können Depressionen die Folge sein. Die Omega-3-Fettsäuren haben einen Wohleffekt im Gehirn, weil sie den Spiegel der Botenstoffe Dopamin, Norepinephrin und Epinephrin erhöhen und das GlückshormonSerotonin aktivieren.

Bestimmte Fischarten, wie z.B. Makarele, Thunfisch oder Lachs enthalten viele Omega 3-Fettsäuren. Zur guten Laune der Fischesser trägt auch das Jod bei: In 100 Gramm Kabeljau etwastecken über 100 Mikrogramm. Jod kurbelt die Hormonproduktion in der Schilddrüse an, die für Aktivitätund Energie sorgt und somit auch zu einer guten Laune beiträgt.

Gut verarbeitetes Leinöl trägt durch sein optimales Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren zu Omega 6 Fettsäuren ebenfalls positiv zu guten Gefühlen bei.

Generell kann industriell verarbeitete Nahrung aufs Gemüt schlagen. Die Psychologin ArchanaSingh-Manoux mit seinem Team fand folgendes heraus: Ihr Team beobachtete die Unterschiede beim Essverhalten vonvollwertig zu industriell verarbeiteter Nahrung und die Folgen. Sie fand heraus, dass diejenigen am wenigsten unterDepressionen litten, die am häufigsten zu Obst, Gemüse und Fisch griffen.

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Am stärksten vom „Unglück“ verfolgt wurde, wer sich v. a. von Weißmehl, süßen Desserts, frittierten Gerichten oder verarbeitetem Fleisch oder Wurst ernährte. Diese bewiesenenNebenwirkungen von Nahrungsaufnahme führen die Wissenschaftler darauf zurück, dass das industriell verarbeitete Essen den Körper nicht mit den für das Glücklichsein notwendigen Nähr- und Wirkstoffen versorgt.

Im nächsten Blog lesen Sie, wie wichtig die richtige Ernährung für das Glücksgefühl junger Mütter ist.

Ihr Hubert Brüderlein

Grafikquelle: https://stock.adobe.com/de/ © goa novi, © Johanna Mühlbauer, © Steve Young

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