Vier Wege aus dem Schulterschmerz

Diese Therapien sind beim Impingementsyndrom sinnvoll

© Hubert Brüderlein

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Das Impingementsyndrom ist sicher diagnostiziert. – Aber wie sieht jetzt eine sinnvolle und effektive Therapie aus? Zuerst versucht man Maßnahmen zur Schmerzlinderung zu ergreifen. Eine ausgezeichnete Art, die Schulterschmerzen effektiv zu reduzieren bzw. zu eliminieren, ist die Schmerzpunktpressur nach Liebscher & Bracht®.

Nach der Schmerztherapie wird je nach weiteren Ursachen therapiert.

Wie wir schon in den letzten Blog-Artikeln erklärt haben, werden bei diesem sogenannten Engpasssyndrom, die dazwischen liegenden Strukturen im subacromialen Raum (der Raum zwischen Schulterdach und Oberarmkopf) eingeklemmt. Deshalb ist das Hauptziel der Behandlung, mehr Raum zwischen diesen beiden knöchernen Strukturen zu schaffen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten.

Gezieltes Muskeltraining als Weg

1) Eine in der Praxis sehr gut bewährte Möglichkeit ist das gezielte Training der Muskeln, die den Oberarm nach unten ziehen und somit die Strukturen unterhalb des Schulterdachs entlasten.
Welche Muskeln müssen trainiert werden?
Die sogenannten Adduktoren (spreizen den Arm zum Körper heran) und die Muskeln, die eine Innenrotation machen, sind die Muskeln, die den Oberarmkopf nach unten ziehen. Folgende Muskeln üben diese Funktion aus:

  • M. pectoralis major (großer Brustmuskel)
  • M. teres major (Schulterblattmuskel)
  • M. latissimus dorsi (breiter Rückenmuskel)
  • Rotatorenmanschette (v. a. der M. subscapularis)

Diese Muskeln kann man sehr schön mit physiotherapeutischen Übungen aktivieren, aber auch sehr gut mit Übungen an Geräten trainieren. Mit dem Seilzug in verschiedenen Ausgangsstellungen (siehe Foto 1), können sehr gut die Adduktoren und Innenrotatoren auftrainiert werden. Der Trainingsaufbau ist immer von leicht nach schwer. Zuerst wird aus der Armstellung unter 60 Grad Abduktion (Abspreizbewegung des Armes weg vom Körper) in der Schulterblattebene trainiert, weil hier der Platz unter dem Schulterdach am größten ist. Als Steigerung können später die Winkelstellungen des Armes, die Trainingsintensität, die Dauer und die Trainingshäufigkeit gesteigert werden.

Eine Schlinge für die Schlüsselposition

2) Muskuläre Defizite, die für die Steuerung des Schulterblattes verantwortlich sind, sollten ebenfalls auftrainiert werden. Diese Defizite nennt man Störungen des scapulo-thorakalen Rhythmus. Hier kommt dem M. serratus anterior, der das Schulterblatt am Thorax (Brustkorb) stabilisiert, eine Schlüsselposition zu. Dabei hat sich das Training an den Schlingen (Redcord-System) in der Praxis bestens bewährt.

3) Eine weitere Trainingsmaßnahme zur Vergrößerung des subacromialen Raumes ist die Dehnung der hinteren Kapsel. Je nachdem, welcher Anteil der hinteren Kapsel betroffen ist, werden Dehnungen in verschiedenen Armpositionen ausgeführt. Um die Schultergelenksbeweglichkeit zu vergrößern und die muskuläre Dysbalance auszugleichen, haben sich sogenannte Engpassübungen in der Praxis bestens bewährt. Diese Übungen wurden speziell von Roland Liebscher Bracht nach einer gewissen Systematik entwickelt und enthalten nicht nur Elemente von Dehnungen.

© Hubert Brüderlein
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Haltung bewahren!

4) Nicht zu vergessen sind Haltungskorrekturen des Körpers von ausschlaggebender Bedeutung. Menschen mit ständig nach vorne hängenden Schultern, engen permanent den subacromialen Raum ein und überlasten die dazwischen liegenden Strukturen. Zur Haltungskorrektur gehört auch, dass die obere und mittlere Brustwirbelsäule mobil gehalten wird, damit die Armhebung optimal funktionieren kann.

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Nach der Therapie stellt sich die Frage: Was kann der Patienten selbst tun? Wie kann der Patient einem Impingement im Bereich der Schulter vorbeugen?

Nächste Woche verraten wir Ihnen, welche vorbeugenden Maßnahmen Sie einfach in ihren Alltag einbauen können!

Ihr Hubert Brüderlein

Grafikquelle: © Hubert Brüderlein; https://stock.adobe.com/de/ © endstock

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