Vom Blick ins physikalische Detail zum Blick auf das Ganze

Wir brauchen einen Perspektivenwechsel in der Medizin

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Aus Sicht der Schulmedizin setzt Gesundheit eine Intervention von außen voraus, während Anhänger der Naturheilkunde Gesundheit als das Ergebnis eines gesunden Lebensstils, dem Leben nach den Naturgesetzen, betrachten.

An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich betonen, dass wir beides brauchen: die Schulmedizin und die Naturheilmedizin. Die Frage ist, ob weitere Spezialisierungen im Gesundheitswesen zielführend sind? Ich denke nicht. Das ist wie beim Auto: Es gibt immer weitere Verbesserungen, aber dadurch entsteht nichts Neues.

Heutzutage entstehen nur Weltneuheiten, großartige Innovationen, wenn wir uns nicht im Detail verlieren und noch tiefer graben, sondern wenn wir die Perspektive wechseln. Wie funktionieren Körper, Geist und Seele als Ganzes?

In der Wissenschaft hat man versucht, das Leben zu verstehen, indem die Forscher alles bis zum Kleinsten zerlegt und analysiert haben. Das Genom wurde entschlüsselt, das Atom, die Quanten, Photonen, Strings usw. wurden entdeckt. Die Wissenschaft erkennt immer mehr, dass sie in Grenzbereiche gekommen ist. Wenn so etwas entsteht, dann gibt es zwischen den einzelnen Wissenschaftsbereichen mehr und mehr Zusammenschlüsse, wie z. B. die Neurochemie, Neurophysiologie, Quantenphysik oder die Quantenmechanik.

Wie ist die gegenseitige Beeinflussung, die Wechselwirkung, die Beziehungen der Zellen, der Organe und der Vitalfunktionen untereinander?

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Den Pathomechanismus von Krankheiten zu verstehen, ist interessant und schön. Ist es aber nicht vorteilhafter zu verstehen, wie das Leben funktioniert?

Wenn wir den Sprachgebrauch in der Medizin betrachten, dann können wir den Kampf gegen das Leben erkennen. Hier ein paar Beispiele: Antidepressiva, Antitussiva, Antihistaminika, Antiallergika, Antikoagulanzien oder Antibiotika. „Anti“ übersetzt, bedeutet „gegen„. Demnach bedeutet Antibiotikagegen das Leben„.

All diese Substanzen bekämpfen bestimmte Stoffe. Hat ständiger Kampf schon einmal für eine langfristig gute Lösung gesorgt? Auf die Gesellschaft bezogen, sehen wir das gleiche bei der Antiterrorismus-Bekämpfung. Solange wir nicht die Ursachen und Zusammenhänge verstehen, wird sich auch hier nichts ändern.

Waffen provozieren darüber hinaus die Angreifer zu größeren Anstrengungen. In der Medizin bedeutet dies eine immer höhere Resistenz von Erregern.

Hier sollte man sich wieder die Frage stellen, wer vom Kampf profitiert.

Lesen Sie im nächsten Artikel über den Unterschied zwischen Symptomfreiheit und Heilung.

Ihr Hubert Brüderlein

Grafikquelle: https://stock.adobe.com/de/ © destina, © Fiedels

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