Kuscheln verlängert das Leben

Emotionen haben einen Einfluss auf die Wirksamkeit von Genen

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Die meisten Gene werden durch Signale aus unserer Umwelt ein- und ausgeschaltet, zu diesen Signalen zählen auch Emotionen, Überzeugungen und Gedanken. Es gibt sogar Gene (immediate early genes), die nur drei Sekunden brauchen, damit die Genexpression voll zur Entfaltung kommt.

Genexpression bedeutet, dass bestimmte genetische Informationen in Proteine umgesetzt werden, die wiederum viele Reaktionen auf mehreren Ebenen im Körper auslösen.

Dr. Joe Dispenza ist einer der wenigen Wissenschaftsautoren, der die Rolle der Emotionen in Transformationsprozessen weitgehend verstanden hat.

Wenn wir Gedanken oder Überzeugungen hegen, die unser hormonelles Gleichgewicht aus ihrer Komfortzone herausbringen, fühlen wir uns unwohl. Manche der chemischen Substanzen wie z. B. Oxytocin, das durch Berührung stimulierte sogenannte Schmusehormon, werden mit Gefühlen der Liebe und des Vertrauens assoziiert.

Einige Experimente haben gezeigt, dass Berührungen für Lebewesen lebensnotwendig sind. Bekommen Säuglinge oder auch neugeborene Tiere keine Berührung, sterben sie. Kaiser Friedrich II. soll im 13. Jahrhundert einigen Ammen Neugeborene übergeben haben mit der Anweisung, sie zwar zu füttern und zu waschen, aber sie ansonsten nicht zu berühren und vor allem, sie nicht anzusprechen. Hinwendung war komplett verboten. Er wollte damit herausfinden, ob sie trotzdem Sprachvermögen entwickeln würden. Aber die Kinder starben schon nach kurzer Zeit. Die Auswirkungen fehlender Zuwendung nennt man auch Hospitalismus oder Kaspar-Hauser-Syndrom. Durch Berührung wird das beschriebene Hormon Oxytocin produziert, das auf Zellebene über Eiweiße die Gene beeinflussen kann.

Der Mensch kann aber auch durch Überzeugungen, Ernährung, Lebensstil, Bewegung, seine innere Haltung (Geist) und dadurch, wie er im Leben Situationen bewertet, und durch Sinngebung Gene beeinflussen.

Dadurch können bestimmte gesundheitsfördernde bzw. krankheitsfördernde Gene an- oder ausgeschaltet werden.

Die von Stress geprägten Gedanken, die zur Ausschüttung des Stresshormons Norepinephrin führen, beeinträchtigen unsere in der Evolution angelegten natürlichen Selbstheilungskräfte.

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Durch Stress wird ein weiteres Hormon wie z. B. Kortisol ausgeschüttet. Dieses Kortisol macht das Gehirn mürbe, was zum Zellenschwund und zu Gedächtnisverlust führt.

In den letzten Jahrzehnten hat sich das Leben der Menschen dramatisch verändert. Bewegungsmangel, Fehlernährung, Stress und geistige wie körperliche Vergiftungen beeinträchtigen sehr die Gesundheit.

Das Problem daran ist, dass wichtige evolutionäre Veränderungen lange dauern, oftmals bis zu zehntausend Jahre. Der Mensch tut sich sehr schwer, in dieser kurzen Zeitspanne sein Leben anzupassen.

Biochemisch kann der Körper nicht unterscheiden zwischen den chemischen Stoffen, die durch eine objektive Bedrohung (z. B. jemand möchte Sie schlagen) oder durch eine subjektive Bedrohung (z. B. Sie haben Angst um ihren Arbeitsplatz) ausgeschüttet werden. Die biochemischen und genetischen Auswirkungen sind, was Ihren Körper betrifft, die gleichen.

Beide Erfahrungen erzeugen um Ihre Zellen herum eine chemische „Suppe“, die Ihren Genen Signale sendet. Und einige Gengruppen davon aktivieren bei Heilung auftretende Proteine.

Ein Forscher bemerkte: Unser Körper fällt kein moralisches Urteil über unsere Gefühle, er reagiert nur entsprechend.

Im nächsten Artikel erzähle ich Ihnen von einem Ehestreit mit Folgen …

Ihr Hubert Brüderlein

Grafikquelle: https://stock.adobe.com/de/ © esthermm, © Antonioguillem

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