Mikrozirkulation – Basis organischer Gesundheit

Die kleinsten Blutgefäße rücken in den Fokus der Medizinforschung

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Die kleinsten Blutgefäße rücken in den Fokus der Medizinforschung

Die Bedeutung der feinen Blutgefäße für die Gesundheit des Menschen wird unterschätzt.

In den letzten Blogtexten habe ich die Funktionsweise des Blutkreislaufs erläutert, nun möchte ich noch auf die Bedeutung der Mikrozirkulation eingehen. Die Zirkulation im Bereich der Blutgefäße mit einem Durchmesser kleiner als 0,1 Millimeter wird als Mikrozirkulation bezeichnet.

Was reguliert wie den Blutfluss? Welche Faktoren sind wichtig?

Eine wichtige Rolle spielen dabei der Durchmesser der Gefäße, der Gefäßwiderstand, die Viskosität (Zähflüssigkeit) des Blutes und der Blutdruck.

Unser Körper verfügt über verschiedene Selbstregulationsmechanismen, um die einzelnen Faktoren zu beeinflussen, um somit die Durchblutung der verschiedenen Organe und Körperabschnitte dem jeweiligen Bedarf anzupassen.

Warum ist das wichtig?

Der Durchblutungsbedarf der Organe ist nicht konstant, sondern abhängig von der aktuellen Belastung. Es ist ein Unterschied, ob wir körperlich aktiv sind, z. B. Sport treiben, oder schlafen. Treiben wir Sport, so muss die Muskulatur kurzfristig verstärkt versorgt werden. Die Folge ist eine erhöhte Mikrozirkulation in diesem Bedarfs-Bereich (z. B. Muskulatur).

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Die Arteriolen sind maßgeblich an der Regulation des Blutflusses beteiligt. Durch Zusammenziehen (Kontraktion) und Erschlaffung (Relaxation) der Gefäßmuskulatur können sie die Gefäße verändern und somit den Blutdruck und die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes im Kapillargebiet bestimmen.

Was hat dies zur Folge?

Soll aufgrund höherer Belastung, die Blutversorgung gesteigert werden, müssen Blutdruck und Strömungsgeschwindigkeit im Kapillargebiet möglichst niedrig sein.

Zusammenfassung zur Regulation des Blutflusses:

Der Blutfluss kann in den einzelnen Gefäßsegmenten unterschiedlich reguliert werden. Es gibt eine Vielzahl zentraler und lokaler Steuerungsmechanismen. Die Signale zur Veränderung der Gefäßweite können über Gefäßnerven (neural) und Botenstoffe (hormonell) oder lokal mechanisch über Muskelkontraktionen gesteuert werden.

Fazit: Wenn unsere Mikrozirkulation nicht richtig funktioniert oder ihre Rolle bei Diagnostik und Therapie unterschätzt oder falsch eingeschätzt wird, ist die Regeneration eingeschränkt und die Entstehung von Zivilisationskrankheiten wird begünstigt. Es lohnt sich also, sich mit unserem Blutkreislauf bis in die kleinsten Verästelungen zu beschäftigen. Nicht umsonst ist die Mikrozirkulation ein schnell wachsendes Forschungsgebiet.

Unser Buchtipp dazu:

Buch - Mikrozirkulation

Mikrozirkulation: Die nächste Generation des Gesundheitswesens
ISBN: ISBN: 978-3743189201
Dan Buettner


Ihr Hubert Brüderlein

Grafikquelle: amazon.de; https://stock.adobe.com/de/ © Sebastian Kaulitzki, @ Inok

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