Ruhig gestellt wirkt besser

Tennisarm 06: Nach einer Infiltration sollte man zu frühe Belastung vermeiden

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Liebe Leserinnen und Leser,

in den letzten Wochen habe ich ausführlich über den Tennisarm und Maßnahmen zur Schmerzlinderung berichtet. Was aber, wenn Verhaltensänderung, Querfriktion, Osteopressur und Engpassdehnungen nicht zur gewünschten Linderung führen? Wenn trotz dieser Therapie, keine Erfolge zu verzeichnen sind, kann der Arzt durch eine gezielte Infiltration weiterhelfen.

Lokale Infiltration
Diese wird nur an der Insertionsstelle (am Ansatz der Sehne, nicht in der Sehne) gegeben. Nach einer Infiltration mit Steroiden sieht man regelmäßig Rezidive, also einen Rückfall in die Beschwerden. Die Gefahr bei der Infiltration mit Steroiden ist, dass der Patient durch die Behandlung zunächst keine Schmerzen mehr verspürt. In der Folge überlasten dadurch viele Patienten ihre Arme sehr schnell wieder. Klassischerweise kehrt das Problem oft nach etwa sechs Monaten wieder zurück.

Nach einer Infiltration sollten Ellenbogen und Hand drei Tage ruhiggestellt werden. Danach wird die alltägliche Belastung innerhalb der nächsten zwei Wochen langsam gesteigert. In dieser Zeit wird kein Sport ausgeführt. Nach zwei Wochen wird nachuntersucht. Dann wird entschieden, ob ein zweites Mal gespritzt wird oder nicht.

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Wichtig: Auf keinen Fall wird ein zweites Mal gespritzt, wenn die erste Spritze keinen Erfolg gebracht hat.

Letzter Ausweg kann beim Tennisarm eine Operation sein. Selbst nach einer Operation ist es wichtig, dauerhaft das muskulär-fasziale Ungleichgewicht mit speziellen Übungen und gezieltem Verhalten im Alltag auszugleichen.

Bleiben Sie gesund und neugierig!

Ihr Hubert Brüderlein

Grafikquelle: https://de.123rf.com/ © Elnnur; © edwardolive

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