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Fasten in Maßen und das richtige Fett machen glücklich und klug

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Nicht nur suchthaftes Essen von Schokolade hebt die Stimmung sondern auch das Fasten sorgt für eine Anhebung der Stimmung. Warum?

Es liegt am Serotonin. Beim Fasten mobilisiert der Körper all seine Reserven, löst seine Speicher auf und erhöht die Menge an Serotonin, das wiederum die Stimmung verbessert.

Ein weiteres Beispiel für die Beeinflussung der Gefühle sind kohlenhydratreiche Nahrungsmittel wie Bananen, Vollkornbrot und Müsli. Durch diese Nahrungsmittel wird die Produktion von Glückssubstanzen angeregt .

Da der Körper Kohlenhydrate in Zucker umwandelt, steigt durch die Zufuhr von Kohlenhydraten die Konzentration des Blutzuckers. Daraufhin schüttet die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin aus, um den überschüssigen Zucker wieder abzubauen. Das Insulin wiederum erhöht die Menge eines Stoffes mit dem Namen Tryptophan, der über die Blutbahn ins Gehirn gelangt und dort die Serotoninbildung aktiviert.

Tryptophan selbst ist auch in vielen eiweißhaltigen Produkten wie Milch, Fisch und Fleisch enthalten, was erklären könnte, weshalb Männer auch ohne Schokolade guter Laune sein können.

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Es gibt auch Menschen, die beim Essen in Punkto fettarme Ernährung übertreiben. Extrem fettarme Ernährung, wie z. B. bei Sportlern, Mannequins oder Menschen mit Essstörungen, kann sehr auf die Stimmung schlagen. Diese Menschen sind oft gereizt und überempfindlich. Wer extrem fettarm isst, erhöht sein Risiko für Depressionen bis hin zur Selbstmordgefahr. Warum ist das so?

Das Gehirn ist ein Teil des Körpers. Wie die Zellen aller anderen Organe erneuern auch die des Gehirns fortwährend ihre Bestandteile . Die Zellen von morgen bestehen also aus dem, was wir heute essen.

Das Gehirn besteht zu zwei Dritteln aus Fettsäuren. Sie sind die Grundbausteine der Membran der Nervenzellen, ihre Hülle, über die jede Kommunikation zwischen allen Nervenzellen in allen Bereichen des Gehirns und des Körpers verläuft.

Was wir essen, wird unmittelbar in diese Membran aufgenommen und bildet deren Grundsubstanz. Verzehren wir vor allen gesättigte Fettsäuren (Butter oder tierische Fette), dann spiegelt sich diese Starrheit in einer Steifheit der Gehirnzellen wieder.

Essen wir hingegen v. a. mehrfach ungesättigte Fettsäuren, dann sind die Hüllen der Gehirnzellen glatter und geschmeidiger. Zwischen ihnen verläuft die Kommunikation besser, v. a. wenn es sich um Omega-3-Fettsäuren handelt.

Ich habe Patientinnen, die auf das Milchtrinken nicht verzichten können und wollen. Nicht verzichten zu können, bedeutet aber genau genommen eine Abhängigkeit und somit eine Sucht. Wir wissen, dass Milch die Stimmung eines Menschen beeinflusst. Muttermilch beruhigt den Säugling. Milch enthält sogenannte Exorphine. Diese beeinflussen die Stimmung und die physische Entwicklung.

Küken, denen man Exophine spritzte, machte es weniger aus, von der Glucke getrennt zu sein. Milch beeinflusst sogar Träume und den Schlaf. Sie enthält Tryptophan, jenen Serotonin-Vorläufer, der von manchen Ärzten auch verabreicht wird, um Alpträume zu mildern. Dieser Einfluss von industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln auf unsere Stimmung wird unterschätzt, vergessen oder oftmals belächelt.

Komplementär arbeitende Ärzte, Heilpraktiker oder Therapeuten erkennen immer mehr den Wert einer ausgeglichenen und biologischen Ernährungsweise.

Wie heißt es so schön, der Mensch ist, was er isst – oder auch, was er nicht isst.

Ihr Hubert Brüderlein

Grafikquelle: https://stock.adobe.com/de/ © katharinarau, © tunedin

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