Von Mäusen und Menschengehirnen

Studien zeigen: Der richtige Lebensstil fördert die Zellbildung

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Liebe Leserinnen und Leser,

in seinem Buch „Das bessere Gehirn“ beschreibt der Autor Brant Cortright, welcher vier Faktoren es bedarf, um ein Leben lang neue Nervenzellen auszubilden.

Wie wäre es, mehr Energie und ein besseres Gedächtnis zu haben? Jeden Morgen gut ausgeruht aufzustehen, um sich mit einem Lächeln den Herausforderungen des Tages zu stellen?

Der Schlüssel, um dies zu erreichen, liegt in der Neurogenese. Was bedeutet Neurogenese? Es ist die Bildung neuer Hirn- bzw. Nervenzellen. Durch die Neurogenese erneuert sich unser Gehirn und steigert seine Leistung.

Wie kann dieser Prozess angeregt werden? Durch unsere Lebensweise. Was bedeutet das? Entscheidend ist, wie unser Gehirn mit der Welt in Beziehung tritt. Durch verschiedene Studien konnte Erstaunliches erkannt werden.

Die Neurogenese bei Mäusen, die man in einem reizarmen, durch Stress, Eintönigkeit oder Isolation geprägten Umfeld hielt, ging schleppend voran. Als Symptome stellten sich Ängste, Lethargie, Depressionen, Gedächtnisdefizite und weitere Gesundheitsprobleme ein.

In den achtziger Jahren beobachtete man in den europäischen Zoos einen Nachwuchsmangel. Der Grund war eine reizarme Umgebung für Raubkatzen. Sie wurden in ihrem Gehege nicht gefordert. Das wurde abgestellt. Die Gehege wurden umgestaltet und die Raubtiere wurden z. B. aktiv gefordert, um an ihr Fressen zu kommen. Die Folgen blieben nicht lange aus. Das Fell der Tiere veränderte sich zum Positiven und der Nachwuchs in ganz Europa stellte sich wieder ein.

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Toxische Beziehungen oder chronischer Stress lösen Ängste und Depressionen aus und lassen sogar Hirnzellen absterben. Setzen wir unser Gehirn einer reizarmen, kargen, langweiligen Umgebung aus, stumpft es unter dem Einfluss dieses neurotoxischen Umfelds ab und wird träge.

Ist unsere Neurogenese verlangsamt, fühlen wir uns nicht gut. Das Leben erscheint uns grau in grau, langweilig, traurig und hohl. Ein neurotoxischer Lebensstil lässt uns hinter unseren Möglichkeiten zurückbleiben; wir sind weniger fit im Denken und weniger kreativ und unsere Problemlösungsfähigkeiten leiden.

Ein neurotoxischer Lebensstil lässt das Gehirn rapide verfallen. Ist es schädlichen Einflüssen ausgesetzt wie z. B. in Form belastender Beziehungen, finanzieller Sorgen, Vitalstoffmangel, einer reizarmen Umgebung oder Umweltgiften, dann macht das Gehirn die Schotten dicht, um sich zu schützen.

Was ist der Schlüssel zu einer besseren Lebensqualität?

Diese Frage beantworten wir in der kommenden Woche.

Ihr Hubert Brüderlein

Grafikquelle: https://de.123rf.com/ © khunaspix / © Orlando Ruso

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